Beyond the Fence

The Ostend, Frankfurt, formerly characterized by Jewish citizens and a high proportion of workers, Is subjected to a permanent change since the end of the Second World War. However, the biggest change in the district was the relocation and construction of the European Central Bank and the end of the wholesale market. The district experienced one of the highest rent increases as hardly any other district in Frankfurt.
The relocation of the Grossmarkthalle to Kalbach had a direct impact on the social life of the people in the district who lost their jobs in the district. With the new construction of the ECB, the residential property became even more expensive As in popular affluent residential areas. More and more pubs and shops disappeared, a regular building boom is noticeable. Apartments, offices, hotels and new shops, alone in the coming years alone 2000 new apartments will be built.

For many, the ECB is seen as a hallmark of European crisis policy. It is crucial for monetary policy in the EU how and to whom loans can be allocated. It stands for capital-friendly monetary policy and, according to the critics, is responsible for the social crises of recent years in Europe. The left winged political network Blockupy, which consists of several organizations, called for action days in Frankfurt, to disturb the day-to-day work of the European Central Bank (ECB) in Frankfurt and to protest against the European financial policy „The euro crisis“ . In November 2014 activists were able to come to the ECB for the first time in a demonstration and attack them with colour bombs. But on March 18, 2015, more than 10,000 people from all over Europe came to Frankfurt to protest the opening ceremony of the new building of the European Central Bank. Due to the announced actions of Blockupy the opening ceremony took place with only a few selected persons, while the international protest of the demonstrators around the barriers of the ECB escalated to unrest and violence in the police. The changing atmosphere of the area I accompany is a year with my photographs. These are understood as a documentary local approach in which I was concerned about the vibrations of the place. The photos were produced similarly in medium format. (On going project).


Das Frankfurter Ostend, früher geprägt durch jüdische Mitbürger sowie einem hohen Anteil an Arbeitern, ist ein Stadtteil der seit Ende des zweiten Weltkriegs dem permanenten Wandel ausgesetzt ist. Doch durch den Umzug und den Neubau der Europäischen Zentralbank EZB, sowie dem Ende der Großmarkthalle entstand die größte Veränderung des Viertels.

Der Stadtteil erfuhr eine der höchsten Mietsteigerung wie kaum ein anderer Frankfurter Stadtteil. 
Fanden in der Großmarkthalle noch Angestellte und ungelernte Arbeiter ein wirtschaftliches Auskommen, hatte die Umsiedlung des neuen Frischezentrums nach Kalbach direkte Auswirkungen auf das soziale Leben der Menschen im Viertel. Mit dem Neubau der EZB wurde Wohneigentum gar teurer als im so beliebten Frankfurter Nordend.Immer mehr Kneipen und Läden verschwanden, besonders rund um die Europäische Zentralbank ist ein regelrechter Bauboom spürbar.  Wohnungen, Büros, Hotels und neue Geschäfte entstehen, alleine ca. 2000 neue Wohnungen könnten in den kommenden Jahren dort gebaut werden. Für viele gilt die EZB als das Wahrzeichen der europäischen Krisenpolitik. Diese entscheidet maßgeblich über die Geldpolitik in der EU, wie und an wen Kredite vergeben werden können. Sie steht für eine kapitalfreundliche Geldpolitik und ist laut Kritikern mitverantwortlich für die sozialen Krisen der letzten Jahre in Europa.
Das linkspolitische Netzwerk Blockupy bestehend aus mehreren Organisationen, rief bereits 2012, 2013 und 2014 zu Aktionstagen in Frankfurt mit dem Ziel auf, das Tagesgeschäft der Europäischen Zentralbank (EZB) in Frankfurt zu stören und gegen die europäische Finanzpolitik im Hinblick auf die Euro krise zu protestieren. Im November 2014 gelang es Aktivisten erstmals im Zuge einer Demonstration auf das Gelände der EZB zu kommen und diese mit Farbbeuteln zu attakieren. Doch am 18. März 2015 kamen weit über 10.000 Menschen aus ganz Europa nach Frankfurt um gegen die Eröffnungsfeier des Neubaus der Europäischen Zentralbank zu protestieren.
Wegen den angekündigten Aktionen von Blockupy fand die Eröffnungsfeier jedoch nur mit wenigen ausgewählten Personen statt, während der internationale Protest der Demonstranten rund um die Absperrungen der EZB in Ausschreitungen und Polizeigewalt eskalierte. 
Die sich verändernde Stimmung des Areals begleite ich seid c.a einem Jahr mit meinen Fotografien. Diese verstehen sich als dokumentarische Ortsbegehung bei der es mir um Schwingungen des Ortes ging. Die Fotografien entstanden analog im Mittelformat. ( On going Project )